Ich bin Kathrin.
44, fünf Kinder, Unternehmerin, systemische Beraterin.
Ich bin Komplizin für Frauen, die endlich losgehen und sich nehmen.
Und ich find Geldverdienen geil. Viele Frauen glauben, wer Geld verdient, ist ein mieser, abzockender Unternehmer. Ist man nicht. Mit Geld kannst du alles machen. Alles. Freiheit, Gesundheit, gutes Essen. Du wirst kein verkommener Mensch, bloß weil du dir erlaubst, Geld zu verdienen.
Ich möchte, dass jede Frau weiß, dass sie darf.

Mein Weg hierher
Aufgewachsen bin ich zum Teil noch in der DDR. Dann Abitur, eine Ausbildung zur Bauzeichnerin und ein Lehramtsstudium fürs Gymnasium — Germanistik und Politikwissenschaft. Beruflich gelandet bin ich in der Verkehrsleitung: zwanzig Jahre in unserer eigenen Spedition, die von einem Transporter auf hundert Mitarbeiter gewachsen ist. Dann kam der Bruch — ein Lagerbrand, eine Insolvenz. Wieder aufstehen, weitermachen, mit fünf Kindern; die Werkstatt zurückgekauft, die heute mit acht Leuten läuft. Heute bin ich außerdem externe Verkehrsleiterin für vier weitere Speditionen. Aus dieser Zeit weiß ich, was es heißt, alles zu verlieren und trotzdem neu anzufangen. Heute bin ich systemische Beraterin und Mentorin und hab die Würdeweib®-Ausbildung bei Marietta Ullmann gemacht. Mein Weg war selten gerade. Er musste es auch nicht sein.
Was ich auf meinem Weg gelernt habe: Der Zweifel verschwindet nicht, wenn man genug Kurse sammelt oder noch ein Zertifikat dranhängt. Er verschwindet, wenn man trotzdem losgeht — nicht perfekt, aber echt. Genau dahin begleite ich heute andere.
Warum Pferde
Ich war mal mit meiner Stute Olaya bei einem Kurs von Ian Benson. Olaya mochte nicht angefasst werden. Gar nicht.
Ich hatte damals fünf kleine Kinder. Eins hing immer an mir dran. Ich war komplett überreizt. Zu viel von allem.
Ich stand neben ihr. Ganz ruhig. Und irgendwann hab ich losgelassen und einfach geweint.
Olaya hat sich einen halben Meter neben mich gestellt. Nicht näher. Sie wusste, ich brauch jetzt keine Berührung. Und sie wollte auch keine. Als ich losgelassen hab, hat sie abgeschnaubt.
Das hat sie mir gespiegelt: Ich brauch weniger von allem im Außen. Ich bin gern mal allein. Und ich will nicht ständig angefasst werden.
Wenn eine Frau bei mir mit einem Pferd steht, sag ich ihr nicht, was ich sehe. Das Pferd zeigt’s eh. Ein nervöses Pferd? Die Frau ist permanent im Stress. Ein Pferd, das drängelt und zieht? Die Frau setzt sich nicht durch.
Und nein, durchsetzen heißt nicht, dass du dem Pferd auf die Fresse haust oder am Halfter reißt. Durchsetzen heißt: Du weißt, wo du bist. Wo ist dein Anfang, wo ist dein Ende. Wo ist vorne, wo ist hinten. Wo sind deine Finger. Wenn du das weißt, weiß das Pferd das auch. Dann muss es dich nicht mehr anrempeln.
Dann frag ich: Was macht das gerade mit dir, dass dein Pferd dich drängelt? Und oft kommt: Keiner achtet auf mich. Alle gehen über mich drüber. Ich bin wie unsichtbar.
Dann frag ich: Und wie fühlst du dich selber? Da fängt’s an.
Wie ich arbeite
Neulich. Ein Kunde hat eine Werkstattrechnung offen, eine richtig große, fünfstellig. Lange sieht’s so aus, als käme da nichts mehr. Dann zahlt er doch.
Ich erzähl’s unserem Werkstattleiter. Und der sagt: Wenn das Geld nicht gekommen wär, hätten wir uns die Kugel geben können.
Ich sag: Ey. Es gibt genau eine Sache, die mich umhauen würde. Wenn jemand meinen Kindern was tut. Alles andere ist machbar. Aushaltbar. Handelbar.
Deine Firma ist nicht dein Herz. Dein Herz füttert die Firma. Du kannst ohne deine Firma leben. Deine Firma nicht ohne dich.
Und deine Firma ist nicht dein Ego. Die ist da, um Geld zu verdienen. Das vergessen alle. Wenn eine Kundin nicht kauft oder nicht zahlt, hat sie nichts gegen dich persönlich. Gut, in Deutschland manchmal schon. Aber dein Selbstwert hängt nicht an der Firma.
So arbeite ich. Und das bring ich dir bei.
Ein bisschen privat
Privat bin ich verheiratet, Mutter von fünf Kindern — und jemand, mit dem man Pferde stehlen kann. Für eine gute Idee (und die eine oder andere Schnapsidee) bin ich immer zu haben: Kirschen aus Nachbars Garten, spontane Ausflüge, Lachen bis die Bauchmuskeln wehtun. Das Leben ist zu kurz, um es nur ernst zu nehmen.
Lust, dich kennenzulernen?
Guck dir Unbeirrbar an. Oder schreib mir erst ein paar ehrliche Sätze, wo du gerade stehst.
